01 Gedanken zum Thema
Jugendliche befinden sich in einer Lebensphase, in der Zugehörigkeit eine zentrale Rolle spielt. Die Suche nach Identität, die Ablösung von bisherigen Bezugspersonen und der Wunsch nach Eigenständigkeit führen dazu, dass Gemeinschaft in ihrer Bedeutung ambivalent erlebt wird: Einerseits sehnen sich Jugendliche nach Annahme und Sicherheit, andererseits nach Selbstbestimmung und Gestaltungsspielraum.
Jugendliche wollen nicht nur „dabei sein“, sondern aktiv Teil von etwas sein. Sie suchen nicht nur soziale Nähe, sondern sinnstiftende Beteiligung. Studien zur Jugendsozialisation belegen, dass junge Menschen dort andocken, wo sie als wirksam erlebt werden – wo ihre Perspektiven zählen, ihre Ideen willkommen sind und sie spüren: Ich werde nicht nur mitgedacht, sondern mitgenommen. Jugendliche wollen nicht nur „bespielt“ werdend – sie suchen nach Orten, an denen sie gestalten, Verantwortung übernehmen und mit ihren Gaben Teil eines größeren Ganzen sein können.
Gleichzeitig braucht diese Partizipation einen sicheren Raum. Gemeinschaft muss zunächst als verlässlich und wertschätzend erlebt werden, damit Jugendliche den Mut finden, sich einzubringen. Eine offene Fehlerkultur, Raum für Fragen und die Erfahrung von Resonanz sind dafür entscheidend.
02 Einführung in den Bibeltext – Markus 6,33-44
Die Menschen sind hungrig, die Jünger überfordert. Und doch: Die Jünger werden Teil eines Wunders, bei dem Gott versorgt und seinen Reichtum durch Menschenhände gehen lässt.
Angesichts der Krisen, denen wir begegnen, wirken unsere Hände oft leer. Doch Jesus macht auch heute noch seine Freunde zu Beteiligten. Was durch seine Hände geht wird zu „genug“.
Du musst nicht alles können oder haben, Jesus kann Großes daraus machen. Du wirst gebraucht. Wer teilt, was er hat, kann erleben, dass daraus Gutes erwächst.
Zielgedanke
Bring ein, was du hast. Gott macht etwas Größeres daraus. Durch Jesus wirst du Teil seiner Community.
03 Tipps für den Abend
01 Deko-Ideen
- Verschiedene Pflanzen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zeigen, wie Großes aus dem Kleinen wachsen kann.
- Werkzeuge, Pinsel… Dinge, die zum Anpacken motivieren
02 Musik
- Lea – Zu dir
- P!nk – A Million Dreams
- Mark Forster – Wir sind groß
- Fabian Römer – Self Reminder
- Fettes Brot – An Tagen wie diesen
- Forrest Frank – Good Day
- Josiah Queen – Fishes and Loaves
03 Reaktionsmöglichkeiten
Bitte haltet hier enge Absprachen mit der Evangelistin/dem Evangelisten!
- Einen Samen in ein kleines Pflanztöpfchen einpflanzen und eine Fahne mit der Aufschrift „Jesus macht aus Kleinem Großes“ (z.B. Basilikum oder Ringelblumen)
- Einen Zettel mit kleiner Challenge ziehen (Geschirrspüler ausräumen, eine fremde Person anlächeln, ein Kompliment machen, …)
- Jeder kann ein kleines Stück Material (Stein, Holz, Papier, …) gestalten, diese werden zum Schluss zu einem großen Kunstwerk zusammengefügt (nur, wenn das nicht im Rahmenprogramm vorkommt)
04 Aktionen vor oder nach dem Programm
- Platziert eine große leere Leinwand im Raum mit verschiedenen Gestaltungselementen. Im Laufe des Abends wird aus unterschiedlichen Beiträgen ein großes Kunstwerk
- Mehrere große Puzzle auslegen und im Raum auf Tischen verteilen
- Eine gemeinsame Aktion für die Stadt z.B. Müllsammelaktion, Mutmach-Postkarten schreiben und Verteilen (hierzu lässt sich gut die lokale Presse einladen)
04 Tipps fürs Bühnenprogramm
01 Einstieg in die Moderation
- Manchmal fühle ich mich ohnmächtig… kleine Texte sagen, wo du dich ohnmächtig fühlst, nach Möglichkeit in einem Moderations-Duo abwechselnd (z.B. wenn ich sehe, wie ein Mensch auf der Straße schläft, wenn ich die Mutter meiner Freundin nicht gesund machen kann, wenn ich Statistiken zum Klimawandel sehe, wenn mein Freund nicht zur Klassenfahrt kommen kann, weil seine Eltern kein Geld dafür haben…)
- Verteilt kleine Tüten mit Süßigkeiten unter manchen Stühlen. Eine Tüte wäre nicht genug, aber gemeinsam reicht es für alle.
02 Icebreaker
- Puzzle: Verteilt unter den Stühlen Puzzleteile, jeder darf nur sein eigenes Puzzleteil einsortieren. Welcher Block hat sein Puzzle zuerst fertig? (Alternativ: verteilt die Puzzleteile im Raum, dafür brauchen die Puzzle unterschiedlich farbige oder gemusterte Rückseiten)
- Zwei Teams müssen ein einfaches Bastelprojekt gestalten, dabei bekommt jeder im Team nur ein Teil davon, das er/sie auch nur selbst benutzen darf (z.B. Papier, Schere, Kleber, Anleitung)
- Möbelbau-Challenge: Der Raum ist in zwei Teams aufgeteilt. Die Materialien zum Aufbau zweier identischer Möbelstücke (inklusive Anleitung) sind pro Team unter den Stühlen verteilt. Alle müssen das Teil unter ihrem Stuhl nehmen und zum Aufbauort bringen. Dort wird gemeinsam geschraubt etc. Das schnellere Team mit dem richtigen Ergebnis hat gewonnen.
03 Interviewgäste
- Jemand, der aus einer kleinen Idee mit einem kleinen Start etwas Großes bewirkt hat (z.B. Nachbarschaftshilfe, in der Gemeinde, Schule)
- Jemand, der im Teamsport aktiv ist